| Nico
Behandlungsbeginn
mit 5 Jahren
Am
18. 8. 2002 kam unser dritter Sohn Nico zur Welt. Ein Wonneproppen von
4000 Gramm. Acht Wochen später wurde die Diagnose Babyakne, Milchschorf
und Neurodermitis festgestellt. Der Kopf war »grindig«,
die Augenbrauen rot und schuppig und die Wangen waren rot. Ich stellte
ab nun meine Ernährung radikal um, weil er voll gestillt wurde.
Kein Milcheiweiß, Hühnereiweiß, Zucker, Weizen, Zusatzstoffe,
Zitrusfrüchte, und hoffte dadurch auf Besserung. Die Haut wurde
aber von Tag zu Tag schlechter. Man konnte zusehen, wie die Haut trockener
wurde und die Wangen aufgingen. Die nässenden Hautstellen wurden
rot, rissig und schuppig. Ich suchte eine Homöopathin auf. Die
sagte, es müsse alles raus, nicht eincremen, und es würde
dauern. »Globuli« geben und abwarten, was passiert. Es wurde
immer schlimmer. Die ganze Kopfhaut nässte, die Wangen waren offen
und nässten. Es tat weh, das kleine Wesen zu sehen und nichts machen
zu können, als abwarten. Ich suchte einen Arzt für Naturheilverfahren
auf. Er riet mir zu einer Bioresonanztherapie. Es wurde auch hier nicht
besser, im Gegenteil, Arme, Hände und Beine waren nun auch betroffen.
Nun wurde mir eine Ernährungsberaterin empfohlen. Sie riet mir,
mehr Rohkost zu essen. Ich stellte meine Ernährung wieder um, Frischkornmüsli,
Salate, Vollkornprodukte etc. Jetzt war der Höhepunkt von Nicos
Haut erreicht. Der Kopf nässte so stark, dass ich den Geruch von
Wundsekret im Schlafzimmer roch. Das Kopfkissen war nass, als hätte
er stark geschwitzt. Die Kopfhaut ging auf. Es sah aus wie ein trockener
Ackerboden, der aufreißt. Weiter tiefe Furchen am gesamten Kopf,
Stirn und Wangen. Die »Krusten«, die hochstanden, haben
wir mit einer Schere abgeschnitten, damit beim Kopfdrehen nicht noch
weitere Kopfhaut abreißen würde. Er lag den ganzen Tag in
meinem Arm. Ruhig, still und schlief viel. Er kratzte kaum. Nachts schlief
er in meinem Armen auf meinem Körper ein. Ich wusste mir keinen
Rat mehr. Das Einzige, was ich tun konnte, war meine ständige Anwesenheit
bei Nico. Meinen Haushalt erledigte meine Mutter. Ich war völlig
am Ende und weinte vor Kummer. Ich selbst hatte bereits 7 kg abgenommen
und merkte erst spät, dass Nico auch über 1000
Gramm abgenommen hatte. Er wog Anfang Januar 6000 Gramm, obwohl er noch
im Dezember auf 7000 Gramm war. Als ich nachfragte, wurde mir nur gesagt:
»Er braucht doch kein dickes Stillbaby zu sein, Stillen ist das
Beste für ihr Kind. Wenn er Beikost bekommt, nimmt er wieder zu!«
Mitte Januar suchte ich einen anderen Kinderarzt auf, der einen Allergietest
machte. 20 Dinge wurden getestet, er war auf alle 20 Dinge allergisch.
Von Katzenhaaren angefangen, weiter mit Reis, Kartoffel, Apfel, Birkenpollen
usw. Der Arzt erklärte mir, dass Nico auf alles allergisch reagieren
würde. »Schicksal«, und gab mir eine Visitenkarte von
einer Ernährungsberaterin und einer Frau, die auch Bioresonanz
durchführen würde. Ich war am Boden zerstört und wusste
überhaupt nichts mehr. Wie sollte die Zukunft von unserem Nico
aussehen? Er war mittlerweile 5 1/2 Monate alt und die Neurodermitis
am Höhepunkt. Es gab viele Therapien, welchen Weg musste ich gehen?
Für mich war es sehr schwer, denn ich hatte das Gefühl, dass
die Zeit wegläuft. Bis jetzt war alles schief gelaufen. Ich stand
total alleine da. Trost und Mut erhielt ich nur von meiner Familie.
Es gab eigentlich nur noch eine Möglichkeit, anmelden für
eine Spezialklinik. Zufällig gab mir eine Bekannte kopierte Internetseiten
über Neurodermitis. Unter anderem fiel mir der Name PRUSKO auf.
Ich hatte vor 7 Jahren an einem Vortrag teilgenommen, der von einer
Frau PRUSKO geleitet wurde. Zufällig hatte ich damals auch ein
Kochbuch gekauft. Am selben Tag noch rief ich an und schilderte meine
Not. Sachlich und tröstend bekam ich einen Termin für 3 Tage
später. 2 Tage nach dem Telefonat rief ich wieder Frau Prusko an,
weinte und sagte, dass ich nicht mehr könne. Ich wollte in eine
Klinik gehen. Sie beruhigte mich wieder und wir hielten an dem Termin
fest. Nach 3 Stunden Fahrt waren wir in Hannover. Frau Prusko begrüßte
uns und sah unseren Nico an. Ich weiß heute noch ihre ersten Worte:
»Mir zieht sich alles im Hals zusammen, Ihr Baby ist todkrank.
Es hat nicht mehr genug Flüssigkeit im Körper. Die Haut ist
schrumpelig wie bei einem alten Menschen. Sie müssen sofort in
eine Kinderklinik oder zu einem Arzt!« Innerhalb von einer Stunde
waren wir in einer Arztpraxis von einer Internistin mit Richtung Homöopathie,
die Frau Prusko gut kannte. Die Ärztin schrieb uns eine Einweisung
in eine Kinderklinik und bat mit Absprache von Frau Prusko, dass man
sofort eine Flasche mit Spezialnahrung Nico zuführen sollte. Frau
Prusko managte auch dies und gegen Abend hatte eine Apotheke bereits
die Spezialnahrung sowie eine Flasche mit der Kost zubereitet. In der
Zwischenzeit erklärte uns Frau Prusko die weitere Hautpflege von
Nico und was ich essen sollte, da ich ja noch stillte. Nach anfänglicher
Schwierigkeit trank Nico schließlich die Spezialnahrung. In der
folgenden Woche rief ich jeden Tag an und sollte berichten, wie er getrunken
hatte. Innerhalb von einer Woche hatte er wieder zugenommen. Ich stillte
ab, weil Nico durch Brust und Flasche irritiert wurde. Wir benutzten
bestimmte Pflegeprodukte für die Haut. Zudem bekam Nico Medikamente,
die uns die Ärztin verschrieb. Die Haut wurde langsam sauber, nicht
mehr so schuppig und es gab nicht mehr so tiefe Risse. Nach einem Monat
fuhren wir wieder nach Hannover. Jetzt konnten wir die weitere Ernährung
von Nico durchsprechen. Die Ärztin in Hannover verschrieb Medikamente
für Nicos Darmflora. Frau Prusko schilderte uns die weitere Vorgehensweise.
Im Alter von 7 1/2 Monaten probierten wir ein glutenfreies Getreide
aus. Um den ganzen Mund bildeten sich Quaddeln. Wir waren schockiert,
aber Frau Prusko beruhigte uns: »Nico ist noch nicht so weit.
Der Darm ist noch nicht okay, sagte auch die Ärztin, wir sollten
weiter die Spezialnahrung geben.« Ganz langsam bemerkten wir,
dass sich das Hautbild änderte. Der Kopf nässte zwar noch,
aber es war nicht mehr so tief. Die Risse heilten schneller. Wir badeten
und cremten jeden Tag. Verbände anlegen, Nico rumtragen und vom
Kratzen abhalten. Manche Tage hätte ich verzweifeln können.
Diese Arbeit, die man reinsteckt, und dann eine Minute kratzen und die
Wunden waren wieder da und nässten. Innerlich hatte ich aber Ruhe,
denn ich glaubte, dass es so funktionieren könnte. Ich hatte nicht
mehr das Bedürfnis, überall anzurufen, um einen Weg zu finden.
Ich hatte Menschen gefunden, die mich verstehen und mir helfen wollten.
Nico war nun 9 Monate alt und bekam die Spezialnahrung alle 4 Stunden
Tag und Nacht und Medikamente für den Darm. Er hat Monat für
Monat zugenommen, fing an zu lachen und laut zu plappern. Die Haut wurde
langsam besser. Stressig waren immer noch die Kratzanfälle und
der ständige Wechsel: Beine gut, 2 Stunden später rote Ekzeme.
Wir trugen Nico immer noch den ganzen Tag rum und hielten beim Schlafen
die Hände, damit er Ruhe bekam. Nun ist er 10 Monate alt und wir
verabreichen ihm jetzt Gemüse, Getreide, welches vertragen wird.
Die Haut wird von Woche zu Woche besser. Kein Nässen mehr, er bekommt
Haare auf dem Kopf, sitzt jetzt und spielt auch mal alleine. Die Juckattacken
werden weniger. Manche Tage kratzt er gar nicht, außer er ist
müde oder hat Hunger. Die Haut im Gesicht ist hell. Es ist wie
ein Wunder, was in 5 Monaten passieren kann. Wir können endlich
Ausflüge machen oder mal in Ruhe morgens frühstücken,
ohne dass immer jemand Nico nehmen muss. Ich möchte Dank sagen
der Ärztin, mit der Frau Prusko zusammenarbeitet, aus Hannover,
die trotz großer Entfernung die Weiterbehandlung mit Medikamenten
und homöopathischen Mitteln ermöglichte und manchmal auch
außerhalb ihrer Arbeitszeit einen Rückruf vornahm. Ganz besonders
großen Dank an Frau Prusko, die ich in Zukunft auch noch oft um
Rat ersuchen werde. Durch ihre unkomplizierte, aber auch energische
Art machte sie mir und meinem Mann immer wieder Hoffnung auf Besserung.
Und sie hat Recht behalten! DANKE
Bettina Raab
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